Shakespeare and Love

SILBERLICHT: Ein Roman voller literarischer Anspielungen

Helen und James durchleben in SILBERLICHT übersinnliche Abenteuer und handfeste irdische Probleme. Autorin Laura Whitcomb gelingt dabei ein kleines literarisches Kunststück: Ihre spannende Liebesgeschichte erzählt sie nämlich mit einer charmanten, gewählten Sprache, die wunderbar zu ihrer 130 Jahre alten Heldin passt. Als Muse sensibler Schriftstellerseelen inspiriert Helen ihre Bewahrer zum Schreiben. Und für alle, die literarisch interessiert sind, gibt es noch eine weitere Ebene im Roman: Augenzwinkernd baut die Kalifornierin Whitcomb Zitate und große Namen der Literaturgeschichte ein. Mal mehr, mal weniger verschleiert.

Ein paar der elegant eingefügten Zitate haben wir hier einmal „enttarnt“. Doch keine Angst: Du brauchst kein Literaturdiplom, um SILBERLICHT zu verstehen!


  • William Shakespeare(1564-1616). Laura Whitcomb spielt insbesondere auf seine Tragödie „Hamlet“ an.
  • Die „Brontë Sisters“ Charlotte Brontë (1816-1855), Emily Brontë (1818-1848) und Anne Brontë (1820-1849). An verschiedenen Stellen wird Charlotte Brontës „Jane Eyre“ zitiert.
  • Es gibt Bemerkungen zum Werk von Jane Austen (1775-1817).
  • Lewis Carroll (1832-1898) taucht mit seinem Kultbuch „Alice im Wunderland“ auf.
  • Die erste „Bewahrerin“ von Helen ist eine geniale Dichterin: Emily Dickinson (1830-1886), deren Gedicht There’s a Certain Slant of Light on Winter Afternoons dem Roman seinen Titel gab (Im Original: „A Certain Slant of Light“). Laura Whitcombs zitiert:
    Warum – sperrt man mich aus vom Himmel? / Sang ich denn - zu laut? / Doch – sprech ich auch ‚gedämpfter’ / Als scheue Vogelart! / Wollen Engel mich nicht prüfen - / Noch – einmal – nur - / Sehn – ob ich es war die störte - / Schließt doch nicht die Tür!“ / Oh, wäre ich – der Hohe Herr / In dem „Weißen Rock“ - / Und sie – die kleine Hand – die klopfte - /Wehrte – ich – sie ab? (...)
  • „Ein Halt am Waldrand an einem verschneiten Abend von Robert Frost (1874-1963) kommt zu neuen Ehren: Der Mann, vor dessen Wald ich steh, wohnt fern im Dorf, kann mich nicht sehn: Er weiß nicht, dass ich Halt gemacht und schau auf seinen Wald voll Schnee. (...)
  • Ebenso wie John Keats (1795-1821) „Ode an die Nachtigall“: Du stirbst nicht, Vogel, du lebst ewiglich! (...)
  • Laura Whitcomb führt „Nicholas Nickleby“ von Charles Dickens (1812-1870) an – und zwar mit einem Zitat der Figur Smike: Du bist mein Zuhause (...).
  • Auch auf Samuel Taylor Coleridges (1772-1834), „Kubla Khan“ werden Hinweise gegeben – einmal „Xanadu“ und einmal „Paradies“.
  • Last but not least heißt der Körper, in den Helens Geliebter James schlüpft, um sich zu materialisieren, Billy. Genauer gesagt: William Blake. So, wie der Dichter und Maler, der zwischen 1757 und 1827 in England lebte. Wenn das mal keine literarische Anspielung ist ...

Vielleicht fallen dir bei der Lektüre von SILBERLICHT noch weitere Beispiele auf?